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Polizeiversagen - Ist die Wahrheit unwichtig?

 

In einer Kurzform hatte ich auch meine Psychiaterin über diesen Sachverhalt informiert. Sie gab mir deshalb den Tipp, mit dieser Geschichte zur unterlassenen Hilfeleistung, die psychiatrische Beschwerdestelle zu informieren. Dort sollte es auch einen pensionierten Richter geben, der eventuell weiterhelfen könnte.

Vorab schrieb ich deshalb eine Mail an die Beschwerdestelle und wurde dann zu einem Gespräch eingeladen. Dieses dauerte dann etwa eine Stunde lang. Nach einigen Tagen erhielt ich allerdings die Antwort, dass es wenig Sinn machen würde den Rechtsweg zu gehen.

Etwa einen Monat später startete ich einen zweiten Anlauf und kontaktierte per Mail eine Rechtsanwältin. Im Voraus skizzierte ich abermals den Zwischenfall mit meiner Mutter und fragte nach einer weiteren Rechtsberatung. Ihre Antwort war allerdings entmutigend. Sie sah erhebliche Probleme bzw. begrenzte Erfolgsaussichten. Für die finanzielle Absicherung ihrer Tätigkeit wünschte Sie jedoch vorab schon 1200,- Euro. Dies alles war schriftlich. Ein persönliches Beratungsgespräch gab es nicht. Schade, dies wäre für mich aber sehr sinnvoll gewesen, um mein persönliches Rechtsbewusstsein zu reparieren. Was konnte ich nun dazulernen? Die Polizei macht keine Fehler. Und wenn, dann kann man nichts beweisen.

Schade, was man für Möglichkeiten hätte, wenn die Polizei bei jedem Einsatz eine Body-Kamera mit Mikrofon tragen müsste. Dann könnten die Beamten später ihre geleisteten Fehler sehen und hören. Und sie könnten nicht eine unwahre Geschichte protokollieren. Somit würde die verworrene Dummheit nicht immer beim Bürger hängen bleiben.

 

Um die zurückliegenden Geschehnisse vom 17. November 2019 besser erklären zu können, muss ich kurz (in diesem Thema) den weiteren Verlauf skizzieren.

Meine Mutter war bis zum 03.02.2018 in der Kurzzeitpflege in einem Seniorenheim in Karlsruhe. Allerdings hat es sehr lange gedauert, bis Sie wieder selbstständig laufen konnte. Dies aber nur mit der Hilfe von einem Vier-Punkt-Gehstock.

Insgesamt hat sich ihr Gesundheitszustand aber nicht verbessert. Vom 21.07. bis 21.08.2018 musste Sie wieder ins Klinikum. Im Anschluss stellte ich einen Antrag für eine Überprüfung von Ihrem Pflegegrad. Einer Änderung (in einen höheren Pflegegrad) wurde aber nicht zugestimmt. Dafür wurde mir aber zudem ein Antrag für eine Reha gesendet. Diesen Antrag stellte ich. Und die Rehabilitation wurde auch bewilligt.

Die Post wurde jedoch von meinem Vater aus dem Briefkasten geholt. Anschließend hatte er tatsächlich bei der Krankenkasse angerufen, um mitzuteilen, dass meine Mutter diese Reha in Bad Schönborn nicht machen wird. Dieser ganze Vorgang war leider wieder Anlass für familiären Streit.

 

Aus heutiger Sicht muss ich wirklich sagen, dass dieses Verhalten von meinem Vater letztendlich das Ende meiner Mutter eingeläutet hat. Diese dringend notwendige Rehabilitation war mit ihr besprochen. Und es wäre auch ihr persönlicher Wunsch gewesen in die Reha-Klinik zu gehen. Stattdessen wollte mein Vater aber die absolute Kontrolle über meine Mutter behalten. Er hat sämtliche Pläne damit durchkreuzt.

Um ihrem Gesundheitszustand (Asthma, Gichtanfälle, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz) gerecht zu werden, wäre eine strikte Diät notwendig gewesen. Auch diese Tatsache wurde von meinem Vater vollkommen ignoriert. Meine Mutter sollte bis zum Schluss sein "Reit-Esel" bleiben, der Weißwurst und Bier konsumiert. Das ist kein schlechter Witz, sondern eine traurige Tatsache.

 

Diese Situation war teilweise untragbar. Aber was soll man machen, wenn ein sehr alter Mann seinen debilen Geist durchsetzen will? Debil? Ja genau, und hierzu möchte ich ein weiteres Beispiel nennen:

Am 29.06.2018 war ich in einem Möbelgeschäft, um für meine Eltern, insbesondere für meine Mutter, eine neue Couchgarnitur zu kaufen. Das war zu diesem Zeitpunkt auch dringend notwendig. Die alte Sofa-Garnitur war uralt und hatte auch schon Flecken. Der alte Mief (inklusive alter Teppichläufer) musste weg. Es war absolut sinnvoll etwas Neues zu kaufen, damit meine Mutter auch optimal im Wohnzimmer liegen konnte. Die gesamten Kosten für den Neukauf und Entsorgung der alten Sachen ging dabei auf meine Kosten. Es sollte ein Geschenk bzw. eine Überraschung für meine Mutter sein.

Im Anschluss nach dem Kauf kam es jedoch zu massiven Streitigkeiten, nachdem ich meine Eltern informiert hatte. Meine Mutter war selbstverständlich zufrieden mit dem Kauf. Weltkriegsvater Johann jedoch nicht. Mit der herrischen Aussage: "Das hast Du nicht zu bestimmen, wann hier eine neue Couch gekauft wird." Das Ganze in einem unglaublichen Befehlston mit ausgestreckten Zeigefinger. Dazu muss ich wirklich sagen, dass er seinen rechten Zeigefinger wie eine Pistole benutzt, um seine drohenden Worte zu unterstreichen. Die verbale Auseinandersetzung ging dann so weit, dass er schließlich die Polizei angerufen hatte. Und warum? Es war anscheinend wieder Zeit oder Gelegenheit meine Person bei den Ordnungshütern zu belasten. Womit? Selbstverständlich mit dem Stigma Psychose bzw. Psychisch-Krank. Also seine Trumpfkarte, die er bereits mehrfach erfolgreich gespielt hatte.

 

Um den Streit zu beenden hatte ich zwischenzeitlich mit Staubsaugen begonnen. Dann klingelten die ersten beiden Polizeibeamten. Es kam zu einem kurzen Gespräch. Und kaum zu glauben, dann kamen (aus unerklärlichen Grund) nochmals zwei Polizisten. Vier Beamte, zwei Frauen und zwei Männer waren jetzt in der Wohnung. Für mich vollkommen unverständlich, wofür bei einem einfachen Familienstreit soviel Personen angefordert werden. Nun wurde ich also von vier Beamten in Augenschein genommen.

Um die Situation zu erklären, erzählte ich von meinem Kauf der neuen Couchgarnitur. Dies mit dem Hinweis, dass es deswegen zum Streit kam. Und wie ich vermutet hatte, stand meine seelische Verfassung auch wieder im Blickpunkt. Obwohl diese ganze Diskussion bzw. Streitigkeit damit nichts zu tun hatte. Deswegen muss ich davon ausgehen, dass ich beim Anruf von meinem Vater wieder als Verrückter bzw. Psychisch-Kranker belastet wurde. Dies als logische Erkenntnis. Aufgrund der Fragestellung der Beamten, die sogar nach meinen Medikamenten fragten.

An diesem Tag hatte ich jedoch Glück. Ich wurde nicht in die Psychiatrie abtransportiert. Was ich jetzt nach zwei vergangenen Jahren sagen muss: Mein Vater ist kein alter schwacher Mann, sondern ein unglaublich ausgekochter Soldat, der nicht besseres zu tun hat, bei anderen den wunden Punkt zu treffen. Man kann es auch anders sagen, weil er doch vom Fußball so begeistert ist. Wie ein Spieler, der beim Gegner in eine alte Verletzung hineintreten will, um ihn endgültig auszuschalten.

Und an dieser Stelle möchte ich nochmals alle Beleidigungen aufzählen, die mir in der Vergangenheit, mit einem unglaublich aggressiven Hass-Ton, auf den Kopf geschossen wurden: Drecksack, Saukopf, verfluchter Hund, Wahnsinniger, Verrückter und Blödian. Das sind seine Lieblingsworte, wenn es um meine Person geht ...