Ermüdungsbruch der Seele

 

Text der Sprecherin: Der “Ermüdungsbruch der Seele” oder “Steter Tropfen höhlt den Menschen”. Wir kennen das von jedem x-beliebigen Material – den Ermüdungsbruch. Man braucht nur etwas ohne Unterlass hin und her zu biegen, irgendwann bricht alles durch. Damit, das wissen wir, können wir jedes Material klein kriegen. Auch den Menschen. Das benötigt dasselbe wie beim Material – wir müssen nur längere Zeit auf ihn eine Kraft ausüben, der er auf Dauer nicht Stand halten kann. Diese Form von psychischer Traumatisierung wird ja auch tatsächlich systematisiert: beim Mobbing, bei der Diskriminierung, der Diskreditierung, bei der Verleumdung, auch bei der Gehirnwäsche oder Stimmungsmache bei den Medien. Wie gelingt eine psychische Traumatisierung?

Solche Umgehensweisen nutzen es aus, dass der Mensch fortgesetzte Hilflosigkeit nicht aushält. Dies hinterlässt Schäden, die ihn schwächen. Je länger die Unterdrucksetzung dann anhält, je weniger hält der Betreffende aus, er wird müde, erschöpft zunehmend, bis er bricht. Psychische Traumatisierung bewirkt Hilflosigkeit, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint, um die Polarisierung von Macht und Ohnmacht.

Besonders beim Mobbing wird auch als traumatisierend die Opferbeschuldigung angeführt. In Umkehr der Realität wird das Opfer zum Verursacher oder Täter gestempelt.

Quelle: Klinik am Osterbach – Psychische Traumatisierung

 

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